Das Jahr geht zu Ende

Wir schmücken die Wohnung festlich und machen es uns gemütlich. Verwandtenbesuche kündigt sich an und ich bekam Lust auf Weihnachtsgebäck. Unsere Familie ist reich an kulinarischen Profis – schon ab dem ersten Advent machen sie die Schokoladenteller klar, munitionieren sich mit Keksen und schärfen die Zuckerhaubitzen für den großen Angriff auf den Insulinhaushalt.
Wie sollte ich den wohlgemeinten und herzlichen Zuckerbomben entkommen? Meine Verwandtschaft über mein Projekt aufzuklären war eigentlich eine gute Idee – aber wie hätte ich selbst auf jemanden reagiert, der mir ein Jahr zuvor eröffnet hätte, dass er mein Gebäck aus grundsätzlichen Überlegungen ablehnt? Ich hätte ihm sicherlich keine zuckerfreien Extrakekse gebacken, sondern ihm jovial auf die Schulter geklopft, „ja, ja, natürlich“ gesagt und ihm ein paar Zimtsterne in den Mund geschoben.
Ich musste den Angriff durch eine Gegenbewegung abfangen. Also drehte ich den Spieß um: Ich begab mich in die Küche, um festlich-süße Köstlichkeiten zu produzieren – in der Variante ohne Zucker. Lebkuchen, Rumkugeln und Weihnachtsschokolade waren meine Favoriten. Jedes Rezept probierte ich ein paar Mal aus, bis ich genau sagen konnte, wann meine Naschereien perfekt waren. Sehr zur Freude meiner Lieben, die sich verdächtig häufig in der Nähe der Küche herumdrückten.

Hier gehts zu dem Lebkuchenrezept: